Kinaesthetics-Workshop für pflegende Angehörige

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind bietet pflegenden Angehörigen einen kostenlosen Kinaesthetics-Workshop an, der lehrt wie man menschliche Bewegungen wahrnimmt und diese gezielt unterstützt, um belastendes Heben und Tragen zu vermeiden. Das Ziel von Kinaesthetics nach Maietta-Hatch ist, die noch vorhandenen Fähigkeiten des zu pflegenden Menschen zu erhalten und den Pflegenden vor Überlastung zu schützen.

Der dreiteilige Workshop findet jeweils Mittwochs am 1. Februar, 8. Februar und 15. Februar 2012 von 17.00 bis 20.00 Uhr in der Physiotherapie des St. Elisabeth-Krankenhauses Hohenlind, Werthmannstraße 1 statt und wird von der Pflegekasse finanziert. Alle Interessierten melden sich bitte unter 0221/4677-71973 oder physioleitung@hohenlind.de bei der Trainerin Carola Schlötter an.

Der Workshop beschäftigt sich sowohl mit Aktivitäten am Ort, z.B. Essen, Trinken, Waschen, Lesen als auch mit Fortbewegungen wie z.B. vom Fußende zum Kopfende, vom Liegen zum Sitzen auf der Bettkante, vom Bett auf einen Stuhl oder Toilettenstuhl. Die Workshop-Teilnehmer lernen die Aktivitäten am eigenen Körper zu verstehen (Wie sitze ich? Wie stehe ich auf?) und auf einen anderen Menschen zu übertragen. Im Nachgang ist auch ein Hausbesuch der Kinaesthetics-Trainerinnen Carola Schlötter und Ursula Schweitzer möglich. Der Kranke erfährt möglichst viel Selbstsicherheit und Eigenkompetenz durch Nutzung seiner eigenen Bewegungsressourcen. Dadurch kann der Pflegende die effektive Hilfestellung mit weniger Kraft durchführen.

Kinaesthetics ist ein Instrument zur Analyse von menschlichen Bewegungsmustern, das Ende der 70er Jahre in den USA von Maietta-Hatch entwickelt wurde und auf den sechs Konzepten zu Interaktion, Funktionale Anatomie, Menschliche Bewegung, Anstrengung, Menschliche Funktion und Umgebung beruht. Der Begriff Kinaesthetics ist eine Kombination der beiden griechischen Wörter „kinesis“ (Bewegung) und „aesthesie“ (Wahrnehmung).