Chronischer Beckenbodenschmerz

Der chronische Beckenbodenschmerz ist eine Erkrankung des Beckenbodens, bei welcher es zu einer chronischen Verspannung der Beckenbodenmuskulatur an seinen knöchernen Ursprüngen gekommen ist. Die Patienten leiden i.d.R. unter starken Schmerzen beim Sitzen und Liegen. Diese nehmen beim Stehen und Laufen ab. Die genaue Diagnosestellung ist schwierig. Nicht selten werden Patienten proktologisch vorstellig ohne das hier die Ursache der Probleme liegt.

Die häufigsten Ursachen können u. a. sein:

In der Therapie kommt der Ursachenbeseitigung die wichtigste Bedeutung zu. So kann z.B. das Zähneknirschen mit einer nächtlichen Beisschiene behandelt werden. Fehlhaltungen können physiotherapeutisch, Fehlstellungen orthopädisch therapiert werden. Ergänzend kann eine lokale Entspannungstherapie mit Biofeedback die Beschwerden lindern. Bei schwersten langjährigen und mit anderen Mitteln nicht heilbaren Verläufen kommt als letzt Behandlungsmöglichkeit eine Beeinflussung des Schmerzempfindens mittels elektrischer Anregung der Beckennerven („ Sakralnervenstimulation “) in Betracht.