Operationen bei Schilddrüsenkrebs

Eine bösartige Neubildung der Schilddrüse wird als Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) bezeichnet. Der Schilddrüsenkrebs wird in verschiedene Gruppen unterteilt, von denen der häufigste Typ auch bei Menschen im jungen Erwachsenenalter auftreten kann. Knotige Organvergrößerungen sind meist das erste und in der Frühphase einzige Symptom.

Diagnose

Es ist häufig schwierig ein Schilddrüsenkarzinom durch eine Feinnadelbiopsie festzustellen. Der Verdacht auf das Vorliegen eines Schilddrüsenkarzinoms resultiert aus der Kombination mehrerer Untersuchungsbefunde (z.B. Ultraschall, Szintigraphie, Labor). Ergibt sich aus diesen Untersuchungen der Verdacht auf das Vorliegen eines Karzinoms, so ist in der Regel eine Operation erforderlich.

Therapie

Unsere Behandlungsstandards richten sich nach den Behandlungsleitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft. Dies garantiert eine qualitätsgesicherte Behandlung auf höchstem Niveau. Im unserem interdisziplinären Tumorboard werden komplexe Befunde gemeinsam mit den jeweiligen Spezialisten besprochen und ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Die Therapie erfolgt in der Regel in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird meist die totale Entfernung des Schilddrüsenorgans (Thyroidektomie) durchgeführt. Diese erfolgt häufig zusammen mit der Entfernung von Lymphknoten, die im Abstromgebiet des Tumors liegen. Unter bestimmten Voraussetzungen folgt dann im zweiten Schritt auf die Operation eine Bestrahlungsbehandlung (Radioiodtherapie).

Die Tumorgröße allein ist dabei nicht entscheidend für die Behandlungsart und Prognose. Auch kleinere Tumore können bereits Charakteristika mit schlechtem Prognosefaktor aufweisen (z.B. Lymphknotenmetastasen, Streuung, Expression aktivierender Onkogene) und bedürfen deshalb einer entsprechend intensiven Therapie.