Struma (Kropf)

Die Struma oder der Kropf bezeichnen eine sichtbare, messbare oder tastbare Vergrößerung der Schilddrüse unabhängig von ihrer Stoffwechsellage (Überfunktion – Unterfunktion). Die Struma ist weltweit die häufigste Erkrankung der Hormondrüsen. Erste Ursache für das Entstehen einer Struma ist ein Mangel an Jod. Das fehlende Jod erschwert und reduziert die Hormonbildung in der Schilddrüse. Als Reaktion darauf nimmt in vielen Fällen das Organ an Größe und Volumen zu. Die Organvergrößerung kann dabei gleichmäßig als Struma diffusa oder unter Knotenbildung als Struma nodosa erfolgen.

Therapie

Bei der Operation werden bei Patienten mit einem Knotenkropf (Struma nodosa) die Abschnitte der Schilddrüse entfernt, die erkrankt sind (subtotale Strumaresektion). Ist das Organ komplett erkrankt, so empfiehlt sich die komplette Entfernung.

Situationen bei denen ein Patient mit Struma / Kropf operiert werden sollte:

1. Bei so genannten kalten Schilddrüsenknoten, weil diese bösartig sein können.

2. Wenn die Schilddrüse allein durch ihre Größe mechanische Probleme verursacht. Das heißt, wenn durch den Druck des Organs die Luft- oder Speiseröhre eingeengt oder verlagert werden. Der Patient klagt in solchen Fällen über Schwierigkeiten beim Atmen und / oder erschwertes Schlucken.

3. Bei so genannten heißen Schilddrüsenknoten, die möglicherweise eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen. Je nach Fall kann hier auch eine Radio-Jod-Behandlung durchgeführt werden.

4. Leidet ein Patient unter einer dauerhaften Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow), so muss diese zunächst medikamentös eingestellt werden. Gelingt dies nicht erfolgreich, so kann auch hier eine Operation helfen.

Nach der Struma-Operation

Sind bei dem chirurgischen Eingriff große Teile der Schilddrüse entfernt worden, so muss das Schilddrüsenhormon dauerhaft in Tablettenform ersetzt werden. Damit wird erreicht, dass der Körper ausreichend Hormon zur Verfügung hat und gleichzeitig verhindert, dass Schilddrüsenreste nachwachsen (Rezidivprophylaxe).