Erkennung von Krankenhausinfektionen

Es erfolgen regelmäßig mikrobiologische Umgebungsuntersuchungen, Begehungen aller Klinikbereiche und hygienisch-technische Überprüfungen. Dies dient der Infektionsverhütung und der frühzeitigen Erkennung von evtl. Risiken in z.B. OP-Abteilungen, auf der Intensivstation, in Bereichen der direkten Patientenversorgung (Ambulanzen), der Zentralsterilisation, der Küche, bei der Wasserversorgung und im Reinigungsdienst.

Darüber hinaus verfügen wir über ein Informationssystem, welches dem behandelnden Arzt oder der Pflegekraft sämtliche mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse liefert. Auf der Basis dieses Systems erstellen wir regelmäßig Statistiken zur Häufigkeit bestimmter Erreger und deren Entwicklung über die Jahre. Dies ermöglicht uns Aussagen, wie häufig Problemkeime mitgebracht wurden und wie viele bei uns im Haus aufgetreten sind. Dieses System liefert uns ebenso Informationen, auf welche Antibiotika die einzelnen Erreger resistent sind. Diese Resistenzstatistiken finden auch Eingang in unsere hausinternen Empfehlungen zur Antibiotikaprophylaxe sowie zur individuellen Antibiotikatherapie.

Daneben werden alle nosokomialen Infektionen von den jeweils behandelnden Ärzten erfasst. Zusätzlich werden vom Hygieneteam in wechselnden Abteilungen über einen mehrmonatigen Zeitraum Visitationen durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle relevanten Infektionen erkannt und gemeldet werden. Außerdem nehmen wir an verschiedenen Surveillance-Systemen teil: Hand-KISS, ITS-KISS, Stations-KISS, MRSA-KISS, SARI sowie dem ADKA-if-RKI-Projekt.

All diese Informationen vergleichen wir regelmäßig mit den nationalen Referenzwerten. Dies ermöglicht eine Beurteilung darüber, ob die nachgewiesenen Besiedlungen, Infektionen, Resistenzraten und Antibiotikaverbräuche in einem zu erwartenden Rahmen liegen, oder ob noch zusätzliche Anstrengungen unternommen werden müssen. Grundsätzlich ist es unser Bestreben, immer besser zu werden und damit Besiedlungen und Infektionen zu verhindern.