Institut für Pathologie

Im Institut für Pathologie werden die im St. Elisabeth-Krankenhaus entnommenen Gewebeproben und Operationspräparate aller Fachrichtungen mit Hilfe moderner Untersuchungsmethoden begutachtet.

Durch den anatomisch-pathologischen Befund können Patienten und Ärzte mit den exakten Informationen zu Herkunft, Art und Prognose des krankhaften Prozesses versorgt werden – Voraussetzung für die nachfolgende Therapieentscheidung. Hierfür werden die im histologischen Labor angefärbten und unter dem Mikroskop sichtbaren Gewebe- und Zellstrukturen von den Fachärzten des Instituts klassifiziert und interpretiert. Da krankhaft verändertes Gewebe einen anderen Aufbau als gesundes aufweist, kann anhand der unter dem Mikroskop sichtbaren Veränderungen eine Diagnose gestellt werden. So dient die Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) oder Flüssigkeiten (Punktionen) der Krankheitsursachen- und Diagnosefindung. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Schnellschnittdiagnostik dar. Hierbei wird chirurgisch entferntes Gewebe mithilfe eines Schnellverfahrens noch während der Operation einer pathologisch-anatomischen Untersuchung unterzogen. Durch die hierbei gewonnenen Erkenntnisse können in vielen Fällen Folgeoperationen überflüssig gemacht werden. Neben der Routinepathologie und Schnellschnittdiagnostik kommen zur weiteren Einschätzung einer Erkrankung die modernen Methoden der Immunhistologie und Molekularbiologie zum Einsatz. So können durch die Durchführung immunhistologischer Tests am Operationspräparat die Eigenschaften und Reaktionsmuster eines Tumors genauer bestimmt werden, worauf alternative, individuell abgestimmte Behandlungsmethoden aufbauen. Das Institut für Pathologie am St. Elisabeth-Krankenhaus gibt den behandelnden Ärzten und den Patienten eine deutliche Vorstellung von der Art der Erkrankung und ermöglicht durch eine schnelle und präzise Diagnostik eine individuell optimierte Therapie. Besonders wichtig hierfür ist die enge Zusammenarbeit mit den klinischen Kollegen sowie die Teilnahme an Konferenzen, Fallbesprechungen und Fortbildungsveranstaltungen. Schwer zu begutachtende Gewebeproben werden innerhalb des Fachärzteteams diskutiert und – bei nicht eindeutigen Ergebnissen – zu auswärtigen Spezialisten geschickt. Die große Akzeptanz des Institutes auch im Umland spiegelt sich in der stetig zunehmenden Zahl an auswärtigen Untersuchungsaufträgen wider.