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Ambulante Operationen

Ultraschallgesteuerte Entnahme von Prostatagewebeproben (Prostatabiopsie)

Bei einer auffälligen Vorsorgeuntersuchung der Prostata ist in bestimmten Fällen die ultraschallgesteuerte Entnahme von Prostatagewebeproben über den Mastdarm sinnvoll. Bei diesem Verfahren werden in der Regel insgesamt 12 Proben aus beiden Prostatalappen entnommen und anschließend fein-geweblich durch einen Pathologen untersucht. Dieser wiederum kann gesunde Prostatazellen von bösartigen Veränderungen unterscheiden. Die Biopsie erfolgt unter antibiotischen Schutz und wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Als aufklärungspflichtige Risiken sind vor allem Blutungen und Entzündungen der Prostata zu nennen.

Vasektomie

Die Vasektomie ist bei fachgerechter Durchführung und sorgfältiger Nachkontrolle die zuverlässigste Verhütungsmethode des Mannes. Durch die Sterilisation wird die Potenz, die Menge der Samenflüssigkeit beim Samenerguss oder die Orgasmus Qualität nicht negativ beeinflusst. Eine Vasektomie muss aber wohl überlegt sein. Im Allgemeinen wird davon abgeraten, wenn der Mann jünger als 30 Jahre ist, zum Zeitpunkt der Sterilisation sich in keiner festen Partnerschaft befindet und keine Kinder hat oder eine aktuelle seelischen Belastung vorliegt. Bei unklaren Hoden- oder Leistenschmerzen ist dieser Eingriff ebenfalls nicht zu empfehlen.

Bei der Sterilisation werden beide Samenleiter im Hodensack in örtlicher Betäubung operativ durchtrennt. Im Anschluss sollten sie sich für ein paar Tage körperlich schonen. Das Nahtmaterial ist selbstauflösend, eine Entfernung der Fäden ist somit nicht notwendig. Entscheidend ist die Tatsache, dass der Mann nach dem Eingriff nicht sofort auch zeugungsunfähig sein muss. Es kann bis zu 3 Monate (etwa 20 Samenergüsse) dauern, bis keine befruchtungsfähigen Spermien im Ejakulat mehr nachweisbar sind. Die mikroskopische Nachkontrolle der Samenflüssigkeit ist somit dringend vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr notwendig.

Circumcision

Eine therapiebedürftige Vorhautverengung (Phimose) liegt dann vor, wenn ein Zurückziehen der Vorhaut gar nicht mehr oder nur unter Schmerzen möglich ist. Folgen einer Vorhautverengung sind oft Entzündungen der Eichel oder der Vorhaut selbst, sowie Schmerzen bei der Erektion. Sollte eine operative Entfernung notwendig sein, so wird diese in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten. Das Nahtmaterial ist selbstauflösend und muss somit nicht entfernt werden. Auf heiße Bäder sowie Geschlechtsverkehr sollte für etwa 4 Wochen verzichtet werden.

Botox-Injektion

Die Injektion von Botulinumtoxin A in den Blasenmuskel ist bei zwei urologischen Krankheitsbildern indiziert. 2011 wurde das von der Fa. Allergan hergestellte Botox® bei der Indikation der neurogen bedingten Überaktivität der Harnblase (MS, Rückenmarksverletzung) in einer Dosierung von 200 Units zugelassen und seit 2013 besteht eine Zulassung bei der idiopathischen Überaktivität der Harnblase (Reizblase) mit 100 Units. Die Wirkung des Botulinumtoxins hält nicht dauerhaft an, sodass etwa alle 6-9 Monate eine erneute Injektion erforderlich ist. Dies ist aber individuell sehr unterschiedlich. Vor einer ambulanten Therapie wird die Harnblasenschleimhaut, durch das Einfüllen eines lokalen Betäubungsmittels über einen dünnen Einmalkatheter, betäubt. Diese Flüssigkeit soll für etwa 45 min in der Blase verweilen. Im Anschluss wird dann eine Blasenspiegelung durchgeführt und unter Sicht erfolgt die Injektion des Medikamentes mit einer dünnen Nadel in den Blasenmuskel. Die Prozedur kann der Patient, wenn gewünscht, auf dem Bildschirm verfolgen. Die Dauer des Eingriffs beträgt etwa 20 Minuten. Nach der Injektion sollten Sie reichlich trinken, um die Blase gut zu „spülen“. Die Wirkung des Botox® tritt nicht unmittelbar ein, sondern erst innerhalb der ersten Woche. Nach 2 Wochen ist die Maximalwirkung vorhanden. Zu diesem Zeitpunkt bestellen wir unsere Patienten zum Kontrollultraschall erneut ein.