Hygienemanagement

Schon Ignaz Philipp Semmelweis hat 1847 in Wien das unterschiedlich häufige Auftreten von Kindbettfieber auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurückgeführt und bemühte sich Hygienevorschriften einzuführen.

Seit vielen Jahren ist die Bedeutung nosokomialer (im Krankenhaus erworbener) Infektionen bekannt. Man schätzt, dass sich in Deutschland jährlich zwischen 500.000 und 800.000 Patienten eine nosokomiale Infektion zuziehen. Man muss sich aber auch dessen bewusst sein, dass von diesen Infektionen nur etwa 30 Prozent vermeidbar sind. Ein Krankenhaus ohne nosokomiale Infektionen wird es leider nie geben können. Dennoch müssen alle Anstrengungen unternommen werden, die vermeidbaren Infektionen zu verhindern. Darum arbeitet unser Haus seit 01.01.2012 aktiv im Netzwerk "mre-netz regio rhein-ahr" mit.

Zertifikat.pdf (1.4 MB)
Im Jahr 2011 wurde uns das Zertifikat für die Teilnahme an der Punktprävalenzstudie verliehen.

ZertifikatKISS2011.pdf (526KB)
2011 haben wir aktiv am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) teilgenommen.

ZertifikatKISS2012.pdf (555KB)
2012 haben wir aktiv am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) teilgenommen.

Qualitätssiegel des "mre-netz regio rhein-ahr"

Im November 2013 wurde dem St. Elisabeth-Krankenhaus das Qualitätssiegel für Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz des "mre-netz regio rhein-ahr" verliehen. Damit werden die Bemühungen des Krankenhauses bei der Prävention von multiresistenten Erregern gewürdigt.

Hygieneteam

Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, wurde im St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind ein Hygieneteam etabliert, das zurzeit aus folgenden Personen besteht:

Frau S. Rupietta, Hygienefachkraft
Herr S. Drees, Hygienefachkraft
Herr Dr. med. G. Lansche, Hygienebeauftragter Arzt
Frau Dr. med. C. Schumacher, Ärztliche Direktorin (Hygieneverantwortliche)
Frau E. Bennack, Leitende Apothekerin
Frau Kruse, Krankenhaushygienikerin (extern, beratend)

Diese Personen bilden zusammen mit dem Geschäftsführer, der Pflegedirektion und dem Technischen Leiter die Hygienekommission, welche in unserem Krankenhaus geplant 4 mal jährlich tagt. Bei Bedarf wird die Hygienekommission auch öfter einberufen. Dieses Gremium berät und beschließt alle notwendigen Regelungen.

Ziele

Die Aufgaben des Hygienemanagements lassen sich in drei wichtige Ziele untergliedern:

1. Die Verhütung
2. Die Erkennung
3. Die Bekämpfung von Krankenhausinfektionen.

Grundlagen des Hygienemanagements sind das Landeskrankenhausgesetz und die Landeshygieneverordnung NRW, das Infektionsschutzgesetz, die Richtlinien des Robert-Koch-Institutes, die Empfehlungen und Leitlinien der Paul-Ehrlich-Gesellschaft sowie viele andere Gesetze und Richtlinien.

Einbeziehung von Patienten und Angehörigen

Es ist uns ein besonderes Anliegen Sie, unsere Patienten und deren Angehörige in unser Hygienekonzept einzubinden. Genau so wichtig, wie das hygienisch einwandfreie Arbeiten unserer Mitarbeiter, ist die Mitarbeit von Ihnen. Die Gefahr der Übertragung von Infektionserregern im Krankenhaus geht hauptsächlich vom Personal aus. Aber auch die Hände von Patienten und Angehörigen stellen eine Infektionsquelle dar. All diese Erreger sind vor allem für unsere Patienten eine Gefahr, die krank und immungeschwächt sind, frisch operiert sind, offene Wunden oder einliegende Katheter haben. Für uns gesunde Behandler und Sie als gesunde Angehörige geht von den meisten Erregern keine Gefahr aus.

Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, wenn für Sie etwas unverständlich ist. Lassen Sie sich die korrekte Durchführung der Händedesinfektion zeigen. Oder auch, wie man sich bei Isolationsmaßnahmen richtig verhält. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, schaffen wir eine Verbesserung der Situation und retten letztendlich damit Leben.

Sollten sie Fragen an die Hygienefachkräfte oder den Hygienebeauftragten Arzt haben, sind diese telefonisch über die Krankenhauspforte Tel. 0221/4677-0 erreichbar.