MVZ Hohenlind
MVZ Nuklearmedizin

Nuklearmedizin im MVZ

Nuklearmedizinische und radiologische Verfahren gehen bei uns Hand in Hand. Wir arbeiten zudem eng mit den Abteilungen des St. Elisabeth-Krankenhauses zusammen. Unsere Befunde bilden so eine wichtige Grundlage, z.B. für die wöchentlichen Tumorkonferenzen von Brust- und Prostatazentrum.en bei uns sowohl eine normale konventionelle Röntgenuntersuchung (z.B. der Lunge oder der Gelenke) als auch eine hochspezialisierte radiologische Behandlung im Gefäßbereich erhalten.

Leistungsspektrum

Skelettszintigraphie

Die Skelettszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Darstellung des Skelettsystems. Dazu wird eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes injiziert, der an Knochen bindet und anschließend mit einer speziellen Kamera sichtbar gemacht wird.

Eine Skelettszintigraphie wird in der Regel bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Gelenksentzündungen (= Arthritis), zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen
  • Vermutete Prothesenlockerung, z.B. an den Knien oder Hüften
  • Knochenmetastasen (bei Krebserkrankungen)

Kardiale Amyloidoseszintigraphie

Eine kardiale Amyloidoseszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode um Amyloid im Herzmuskel zu erkennen. Dazu wird eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes injiziert (s.o.), der an Knochen und Amyloid bindet und anschließend mit einer speziellen Kamera sichtbar gemacht wird.

Die Untersuchung kann helfen, die Ursache von Herzerkrankungen zu diagnostizieren und die Behandlung zu planen. Zudem können Auffälligkeiten im Skelett gefunden werden.

Eine kardiale Amyloidoseszintigraphie wird eingesetzt, wenn eine kardiale Amyloidose vermutet wird, z.B. bei

  • Herzinsuffizienz (HFpEF)
  • Herzwandverdickung
  • (Regionalen) Bewegungsstörungen der Herzwand (typ. „apikal sparing“)

Nierenszintigraphie

Die Nierenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Messung und Darstellung sowohl der Nierenfunktion als auch des Harnabflusses (bis zur Harnblase) – für beide Nieren getrennt. Dazu wird eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes injiziert, der über die Nieren ausgeschieden und währenddessen mit einer speziellen Kamera sichtbar gemacht wird. Zudem wird die Nierenfunktion mittels einer Blutprobe bestimmt. Ggf. wird gegen Ende der Untersuchung ein harntreibendes Medikament injiziert, um den Harnabfluß zu verstärken.

Eine Nierenfunktionsdiagnostik wird in der Regel bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Bei Harnabflussstörungen
  • Bei Nierenfunktionseinschränkungen/-schädigungen
  • Nach einer Chemotherapie/Strahlentherapie zur Beurteilung der Nierenfunktion

Wächterlymphknoten(SLN-)markierung/Wächterlymphknoten(SLN-)szintigraphie

Die Wächterlymphknotenmarkierung ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Markierung/Darstellung des/der Wächterlymphknoten(s). Wächterlymphknoten sind die als erste Lymphzufluß erhaltenden Lymphknoten(stationen) eines Netzwerkes von Lymphknoten einer Körperregion. Zu ihnen fließt auch die Lymphe aus einem bösartigen Tumor. Zur Markierung wird eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes injiziert, welcher mit der Lymphe abfließt und in Wächterlymphknoten verbleibt, sodaß diese bei einer Operation am Folgetag gezielt entnommen werden können. Zudem können markierte Lymphknoten mit einer speziellen Kamera sichtbar gemacht werden.

Die Wächterlymphknotenuntersuchung ist fester Bestandteil der Abläufe an einem Brust- oder gynäkologischen Krebs-Zentrums.

Eine Markierung der Wächterlymphknoten wird in der Regel bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Brustkrebs (Mammakarzinom)
  • Krebs der äußeren Geschlechtsteile der Frau (Vulvakarzinom)